top of page

L30 Weltmeisterschaft in Triest

vor 12 Stunden
2 Min. Lesezeit

Eine turbulente Woche für die „Diamond“

Flaute, Sturm, Materialbruch, enge Rennen – und zum Abschluss doch noch ein sportliches Erfolgserlebnis: Die L30 „Diamond“ des Memminger Yachtclubs erlebte bei der Weltmeisterschaft in Triest eine Woche mit nahezu allem, was der Segelsport zu bieten hat.

Nach mehreren Trainingstagen vor Triest ging die Crew gut vorbereitet in die Weltmeisterschaft. Doch schon die ersten beiden Tage machten deutlich, dass die Adria ihre eigenen Pläne hatte.

Am ersten Tag fehlte schlicht der Wind. Am zweiten Tag dann das genaue Gegenteil: zu viel Wind für die geplanten Wettfahrten.


Über 25 Knoten – und dann kommt der Materialbruch

Am dritten Tag wurde es ernst. Bei deutlich über 25 Knoten schickte die Regattaleitung die L30-Flotte schließlich auf die Bahn.

Der Start ins erste Rennen gelang gut und die „Diamond“ lag aussichtsreich im Feld. Dann riss jedoch das Backstag. Der Defekt kostete unmittelbar zahlreiche Positionen.

Noch härter traf es uns im zweiten Rennen. Bereits vor dem Start bereitete der Furler der Fock Probleme. Auf der ersten Kreuz riss schließlich die Fock selbst – das Rennen war für uns beendet.


Hilfe von der Konkurrenz

Dass wir unsere Weltmeisterschaft trotzdem fortsetzen konnten, verdanken wir auch dem besonderen Zusammenhalt innerhalb der L30-Klasse.

Ein ungarisches Team stellte uns kurzerhand eine Ersatzfock zur Verfügung. Damit konnten wir die verbleibenden drei Wettfahrten bestreiten.

Die zuvor verlorenen Positionen ließen sich allerdings nicht mehr aufholen. Das Ergebnis der klassischen Weltmeisterschaft blieb damit deutlich hinter unseren eigenen Erwartungen zurück.

Gleichzeitig zeigte Triest, wie stark sich die internationale L30-Flotte entwickelt hat. Die Abstände sind extrem klein geworden. Ein Fehler, eine schlechte Wende oder ein technisches Problem – und sofort gehen mehrere Boote vorbei.


Noch einmal angreifen: Zweihand-Weltmeisterschaft

Am Sonntag folgte mit der Doublehanded World Championship der zweite Teil der Veranstaltung.

Diesmal wurde die „Diamond“ nur zu zweit gesegelt. Auf dem ursprünglich rund 35 Seemeilen langen und später verkürzten Kurs gelang erneut ein sehr guter Start.

Laut Tracker lag GER 36 zeitweise sogar auf Position zwei.

Dann trafen wir allerdings eine Entscheidung, die sich zunächst als falsch herausstellte: Wir suchten den Weg entlang der Küste – und verloren massiv. Die „Diamond“ fiel weit ins hintere Feld zurück.

Aufgeben war keine Option.

Bei extrem leichtem Wind begann eine lange Aufholjagd. Stück für Stück konnten wieder Boote eingeholt und Positionen gutgemacht werden.

Am Ende erreichten wir Platz fünf in der Corinthian-Wertung und Platz zwei unter den Vater-Sohn-Teams.

Damit hatte diese schwierige WM-Woche doch noch ihren versöhnlichen sportlichen Abschluss.


Viel gelernt – und eine klare Aufgabenliste

Triest hat uns vor allem gezeigt, wie eng Erfolg und Misserfolg in dieser Klasse inzwischen zusammenliegen.

Unsere Starts funktionieren, die Abläufe an Bord stimmen – gleichzeitig wissen wir nach dieser WM ziemlich genau, an welchen Stellen uns noch Geschwindigkeit fehlt und wo wir technisch und organisatorisch besser werden müssen.

Genau daran werden wir arbeiten.

Denn eines hat diese Weltmeisterschaft trotz aller Rückschläge ebenfalls gezeigt: Der Abstand nach vorne ist kleiner, als es das reine Ergebnis vermuten lässt.


Und damit ist auch klar: Die „Diamond“ und der Memminger Yachtclub werden wieder angreifen.



 
 
 

Kommentare


Memminger Yachtclub

©2023 von Memminger Yachtclub. Erstellt mit Wix.com

bottom of page